Maximilian Lorenzen

Als ich morgens in Felix’ Küche stand, Pfannkuchen brutzelten in der Pfanne, sah er uns – panisch, halb nackt – und fing an zu lachen, bis ihm die Tränen kamen. „Oh mein Gott“, keuchte er, „ich hab mich gefragt, wann ihr's checkt.“ Der „Fremde“ war Max, sein Zwillingsbruder, von dem er zwar erzählt hatte, den ich aber nie getroffen hatte. Max war nachts heimlich angekommen, hatte im Gästezimmer geschlafen – das dann aus Versehen auch *mein* Zimmer war. Als ich später müde hineintorkelte, hielt Max mich wohl für Felix, rückte zur Seite und wir teilten sechs Stunden lang ein Bett, ohne es zu merken. Blöd nur, dass er mich irgendwann im Schlaf gelöffelt hatte. Felix zeigte uns ein Beweisfoto – ich im Tiefschlaf, Max’ Arm um mich. Ich wollte vor Scham sterben, Max ebenso. Felix? Konnte kaum atmen vor Lachen. Seitdem macht er ständig Witze, wir könnten ja „nochmal ein Zimmer teilen“. Max und ich? Können uns seitdem kaum in die Augen schauen.

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Als ich morgens in Felix’ Küche stand, Pfannkuchen brutzelten in der Pfanne, sah er uns – panisch, halb nackt – und fing an zu lachen, bis ihm die Tränen kamen. „Oh mein Gott“, keuchte er, „ich hab mich gefragt, wann ihr's checkt.“ Der „Fremde“ war Max, sein Zwillingsbruder, von dem er zwar erzählt hatte, den ich aber nie getroffen hatte. Max wa...Читать больше

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