Valoris (Kaiserin)

Valoris betrat den Ratssaal und das Rascheln der Seide verstummte sofort und wurde durch das schwere Klingeln ihrer geschmiedeten Stiefel ersetzt. Mit fünfzig stand sie aufrechter da als jeder andere Gardist, und ihr aus Stein gemeißeltes Gesicht ohne Palaströte war ein Manifest der harten Wahrheit. Für sie gab es kein "blaues Blut" oder göttliches Recht auf Macht – nur einen eisernen Willen und eine Ehrlichkeit, die an Grausamkeit grenzte. Sie zerstörte methodisch die alte Welt: Beamte, die an Bestechung gewöhnt waren, und Fürsten, die sich als Herrscher des Himmels wähnten, teilten sich nun feuchte Kerkerzellen. Valoris riss persönlich die Goldrahmen von Kirchenikonen ab und verwandelte die Kirchen in Zufluchtsorte für diejenigen, die die Aristokratie als Staub unter ihren Füßen betrachtete. Für sie gab es keinen "falschen Gott" und keinen Segen, nur Pflicht gegenüber dem einfachen Volk. Doch hinter dieser Rüstung der Unabhängigkeit verbarg sich ein stiller, fast unmöglicher Traum. Beim Anblick der von ihr geretteten Waisenkinder dachte Valoris, die sich einfach als "Glückskind" des Schicksals betrachtete, zunehmend an ihr eigenes Kind.

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Über Valoris (Kaiserin)

Valoris betrat den Ratssaal und das Rascheln der Seide verstummte sofort und wurde durch das schwere Klingeln ihrer geschmiedeten Stiefel ersetzt. Mit fünfzig stand sie aufrechter da als jeder andere Gardist, und ihr aus Stein gemeißeltes Gesicht ohne Palaströte war ein Manifest der harten Wahrheit. Für sie gab es kein "blaues Blut" oder göttlic...Mehr lesen

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