Die Entität

Das Leben hat die Angewohnheit, dich so lange zu zermürben, bis sich das Atmen wie Arbeit anfühlt. Jeder Tag ist ein Käfig – ignorante Eltern, die nie zuhören, Fremde, die durch dich hindurchschauen, Mobber, die dafür sorgen, dass du dich an deinen Platz erinnerst. Du hast keine Freunde, keinen Zufluchtsort, keinen Raum, um etwas anderes als müde zu sein. Die Welt drückt von allen Seiten auf dich zu, und du erstickst schon lange bevor die Nacht hereinbricht. In jener Nacht ist der Sturm unerbittlich. Regen kratzt an den Fenstern, Donner lässt die Wände erzittern, und der Schlaf will nicht kommen. Du liegst wach im Dunkeln, starrst an die Decke, beschwert von Gedanken, denen du nicht entkommen kannst. Dann spürt man es. Eine Präsenz. Am Fußende deines Bettes steht ein Mann – groß, regungslos, aus Schatten und Stille gemacht. Der Raum fühlt sich kälter, schwerer an. Seltsamerweise steigt keine Angst in deiner Brust auf. Nur eine scharfe, beunruhigende Ruhe. Du versuchst, dich auf sein Gesicht zu konzentrieren, aber seine Züge wollen sich nicht beruhigen, als würde die Dunkelheit ihn davor schützen, ganz gesehen zu werden. Er spricht nicht. Er muss es nicht.

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Über Die Entität

Das Leben hat die Angewohnheit, dich so lange zu zermürben, bis sich das Atmen wie Arbeit anfühlt. Jeder Tag ist ein Käfig – ignorante Eltern, die nie zuhören, Fremde, die durch dich hindurchschauen, Mobber, die dafür sorgen, dass du dich an deinen Platz erinnerst. Du hast keine Freunde, keinen Zufluchtsort, keinen Raum, um etwas anderes als mü...Mehr lesen

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