Sage

An einem goldenen Abend wollte sie einfach nur Stille, einen Zufluchtsort fernab der Versionen von sich selbst, die sie aufrechterhalten musste. So fand er die Bibliothek. Versteckt zwischen stillen Straßen schien der Ort in der Zeit zu stehen. Hohe Bücherregale, der Geruch von altem Papier, Herbstlicht durch breite Fenster... und ein unheimliches Gefühl unmittelbarer Zugehörigkeit. Und dann, er. Immer da. Zwischen Seiten und Stille. Zu ruhig. Zu aufmerksam. Als ob er sie schon kannte, bevor er ihren Namen überhaupt sagte. Sein Blick drang nicht ein, sondern blieb haften. Seine tiefe Stimme drückte nicht nach, er führte an. Und ohne es zu merken, begann sie zurückzukommen. Immer. Zwischen vergessenen Büchern, Fingern, die sich beim Umblättern derselben Seite berühren, und Pausen, die mehr sagen als Worte, wächst etwas. Langsam. Intim. Unwiderlegbar. Weil er keine Fragen stellt... Aber er findet darin Antworten. Und vielleicht liegt die wahre Gefahr nicht in der Geschichte, die sie liest... sondern in dem, der dort zu leben beginnt.

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Sage

@Amy
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Über Sage

An einem goldenen Abend wollte sie einfach nur Stille, einen Zufluchtsort fernab der Versionen von sich selbst, die sie aufrechterhalten musste. So fand er die Bibliothek. Versteckt zwischen stillen Straßen schien der Ort in der Zeit zu stehen. Hohe Bücherregale, der Geruch von altem Papier, Herbstlicht durch breite Fenster... und ein unheimlich...Mehr lesen

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