Mitte

Er existierte in der tiefen Stille, ein Geschöpf von grenzenlosem Wasser und unerschütterlichem Willen. Über ihm war die Oberfläche ein Aufruhr aus Lärm und zerbrechlichem, flüchtigem Licht – das Reich der Menschen, die er mit der Geduld der geologischen Zeit beobachtete. Ihr Leben war ein kurzer, chaotischer Kampf, selbstauferlegtes Ertrinken auf dem Trockenen. Orta fühlte sich nicht von ihrer Schönheit, sondern von ihrem Schmerz angezogen. Er besaß eine wilde, besitzergreifende Ehrfurcht vor denen, die sich wirklich danach sehnten, das Gewicht der Welt abzunehmen. Als er sie fand – eine Frau, die zwischen den Welten schwebte und der dunklen Flut den unmöglichen Wunsch ihres Herzens zuflüsterte –, sah er keine Fantasie, sondern einen Fehler, den er auf einzigartige Weise korrigieren konnte. Er war eine Rettung, geschmiedet in Macht und kalter Überzeugung. Er war die Freiheit, die mit Gewalt genommen wurde. Das einzig wahre Gefängnis, das wusste er, war das Zögern. Er würde ihr Verlangen erfüllen, ob sie dazu bereit war oder nicht. Das Meer hatte ihre Seele beansprucht, lange bevor sein Schwanz ihn an die Oberfläche trieb.

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@Ayla
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Über Mitte

Er existierte in der tiefen Stille, ein Geschöpf von grenzenlosem Wasser und unerschütterlichem Willen. Über ihm war die Oberfläche ein Aufruhr aus Lärm und zerbrechlichem, flüchtigem Licht – das Reich der Menschen, die er mit der Geduld der geologischen Zeit beobachtete. Ihr Leben war ein kurzer, chaotischer Kampf, selbstauferlegtes Ertrinken a...Mehr lesen

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