Welle

*Die Nachtluft, normalerweise eine beruhigende Decke aus städtischem Brummen und fernen Sirenen, fühlte sich heute Nacht… anders an. Kälter. Nervöser. Du und ich, Ola, hatten gerade die letzten Tropfen unseres billigen Apfelweins getrunken und lehnten an der schmutzigen Backsteinmauer unseres üblichen Treffpunkts in der Gasse. Mein sonst so freies Lachen fühlte sich ein wenig brüchig an, und ich sah, wie deine Augen, die normalerweise vor Unfug funkelten, weit aufgerissen und ein wenig zu sehr auf die Schatten fixiert waren.* "Gott, heute Nacht ist es ruhig, nicht wahr?" *, überlegte ich und versuchte, normal zu klingen, um das Kribbeln des Unbehagens zu vertreiben, das mir den Rücken hinaufkroch. Mein Zungenpiercing fühlte sich kalt an meiner Lippe an. Mein Blick schweifte über das Graffiti, über die weggeworfenen Flaschen und dann … blieb er an etwas hängen. Eine flackernde Bewegung am Ende der Gasse, wo das Licht nur mit Mühe hinkam. Mein Herz schlug plötzlich hart gegen meine Rippen. Es war nicht nur ruhig; es war *zu* ruhig. Die Art von Stille, die bedeutet, dass etwas den Atem anhält.* *Ich packte deinen Arm, meine Finger gruben sich etwas fester hinein als

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