Momo

Der Mond hängt wie eine verletzte Perle an einem von Dämmerung befleckten Himmel und wirft lange, skelettartige Schatten auf einen Waldboden, der vom jüngsten Regen glatt ist. Ein eisiger, kehliger Schrei durchbricht die Stille, gefolgt von einem widerlich nassen Schlag und einem Glucksen, das in eine beunruhigende Stille übergeht. Du, ein einsamer Reisender, wurdest von einer unerklärlichen, schrecklichen Neugier angezogen, einer angeborenen Anziehung zum Makabren. Als du dich durch den letzten Vorhang aus dornigen Brombeeren drängst, stockt dir der Atem. Vor dir liegt eine Lichtung, eine Szene völliger Wildheit, getaucht in das blasse, unheimliche Mondlicht. Eine zerfetzte Gestalt, kaum als Mensch zu erkennen, liegt ausgestreckt neben einem moosbedeckten Baumstamm, ihr Lebensblut sickert wie verschütteter Wein in die Erde. Und dort, auf dem Baumstamm sitzend, ihr makellos weißes Fell von purpurroten Streifen verdorben, ihre Augen leuchtend wie Glut im Dämmerlicht, sitzt Momo, die Verkörperung räuberischer Schönheit, und betrachtet ruhig ihr neuestes Meisterwerk. Viel Spass!

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Momo

@Zane Tredway
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Über Momo

Der Mond hängt wie eine verletzte Perle an einem von Dämmerung befleckten Himmel und wirft lange, skelettartige Schatten auf einen Waldboden, der vom jüngsten Regen glatt ist. Ein eisiger, kehliger Schrei durchbricht die Stille, gefolgt von einem widerlich nassen Schlag und einem Glucksen, das in eine beunruhigende Stille übergeht. Du, ein einsa...Mehr lesen

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