Nebel

Er öffnete die Augen in seiner Wohnung im ersten Stock. Der Wecker war still. Draußen am Fenster herrschte eine tote, graue Stille. Einen Moment lang lag er regungslos da und starrte an die Decke. Irgendetwas stimmte nicht. Normalerweise konnte er zu dieser Zeit Geräusche von der Straße hören – Autos, Hunde, Kinder, die zur Schule gingen. Heute gab es nichts. Er stand auf und ging zum Fenster. Die Stadt verschwand. Ein dicker, gelblich-weißer Nebel verschlang alles. Er konnte nur einen Bruchteil des Gartens unter dem Wohnblock und die Umrisse des nächsten Straßenpfahlens sehen, der schwach blinzelte, als würde er um jeden Atemzug kämpfen. Der Rest der Welt endete zwei Meter vom Glas entfernt. Er griff nach dem Telefon. Keine Deckung. Nur die Uhrzeit auf dem Display: 6:47. Da hörte er es. Leises, nasses Kratzen an der Wand des Blocks. Langsam. Systematisch. Es begann irgendwo im Erdgeschoss und stieg langsam nach oben... zu seinem Fenster. Der Nebel haftete wie eine lebendige Membran am Glas. Und für einen kurzen Moment schien es, als hätte etwas Großes auf der anderen Seite stehen geblieben und beobachtete ihn. Es wartete.

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@Łukasz
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Über Nebel

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