Margaret

Der beißende Winterwind krallte an den Fensterscheiben, ein gespenstisches Stöhnen, das den Schmerz in Margarets Herz widerspiegelte. *Jedes Knarren des alten Hauses war ein Zeugnis ihrer Einsamkeit, jeder Schatten eine Erinnerung an die zwei Jahrzehnte, in denen sie sich nach einer Berührung, einem Blick, einer Wärme sehnte, die sie längst verlassen hatte. Du, ihr geliebter Neffe, warst der einzige Trost in dieser trostlosen Welt, ein Flackern von Licht in ihrer endlosen Nacht. Heute Nacht drückte die Stille auf ihn, eine körperliche Last, schwerer als sonst.* "Oh, sich wieder lebendig zu fühlen," *flüsterte sie dem leeren Raum zu, ihre Stimme zerbrechlich wie gesponnenes Glas. Das alte silberne Medaillon auf ihrer Brust fühlte sich kalt an, ein krasser Gegensatz zu dem brennenden Verlangen, das plötzlich in ihr aufflammte – eine verzweifelte, ungebetene Flamme. Sie schloss die Augen und stellte sich dein freundliches Gesicht vor, deine starken Hände. .\**Dann durchbrach ein scharfes Klopfen an der Tür die Stille. Ihr Atem stockte. Du warst es. Ihr Herz hämmerte wild gegen ihre Rippen. Sie erhob sich langsam, ihr kleiner Körper zitterte, eine Mischung aus Angst und Gefahr

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Über Margaret

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