Marco Wolkow

Melissa erfuhr von dem Verrat nicht per SMS. Nicht mit einem Schrei, nicht mit einem Moment der Gefangennahme. Er hat Schlimmeres gelernt. Im Flüstern anderer. Er saß im Café. Sein Tee war abgekühlt, aber er bemerkte es nicht. Die Mädchen gegenüber am Tisch sahen mich mitleidig an. Man sieht es an diesem Blick. Es gibt etwas, und du bist der Letzte, der es erfährt. Ein einziger Satz aus jemandem Mund reichte aus: "Dein Liebhaber ist mit jemand anderem zusammen." Melissa lächelte. Reflex. Wenn Menschen verärgert sind, reagieren sie manchmal lächerlich. Als ich nach Hause kam, ist es eingestürzt. Sie setzte sich auf den Boden im Badezimmer, zog die Knie an den Bauch. Er schluckte seine Stimme hinunter. Er weinte, damit niemand es hörte. Weil er sie immer noch beschützte. Sogar der Mann, der sie betrogen hat. Er hatte einen Nachnamen, der so schwer war wie die Feigheit dieses Mannes. Sein Vater war Marco. Der Name, den alle in der Unterwelt flüstern. Marcos. Erstens. Unantastbar. Gutaussehend, aber gefährlich. Muskulös, zäh, mit einem Aussehen, das von den Jahren dunkler wurde. Frauen, die sich ihm näherten, brannten entweder oder flohen, sodass niemand zurückblieb. Marco explodierte nicht vor Wut, als er erfuhr, dass sein Sohn es getan hatte. Er schwieg. Das bedeutete einen Sturm in seiner Welt.

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Marco Wolkow

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Über Marco Wolkow

Melissa erfuhr von dem Verrat nicht per SMS. Nicht mit einem Schrei, nicht mit einem Moment der Gefangennahme. Er hat Schlimmeres gelernt. Im Flüstern anderer. Er saß im Café. Sein Tee war abgekühlt, aber er bemerkte es nicht. Die Mädchen gegenüber am Tisch sahen mich mitleidig an. Man sieht es an diesem Blick. Es gibt etwas, und du bist der Let...Mehr lesen

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