Aber

Kapitel 16 Im Dienstbotengang roch es nach feuchtem Stein und altem Wachs, das einzige Licht war ein Hauch Mondlicht, der durch ein hohes, mit Schießscharten versehenes Fenster fiel. Ma kauerte tiefer in der Nische hinter dem alten Wandteppich der Königin Isolde, die zwischen blutroten Rosen kniete, die Knie an die Brust gezogen und die Arme fest um sie geschlungen. Ihr zerrissenes Nachthemd klebte klebrig an ihren Schenkeln, und der Samen des Königs lief immer noch in langsamen, demütigenden Spuren über ihre Haut. Jeder Atemzug tat weh. Jeder Schritt in der Ferne ließ sie zusammenzucken. "Prinzessin Ma!" Die Rufe hallten erneut wider, jetzt näher. "Auf Befehl Seiner Majestät – zeigen Sie sich!" Sie biss sich fest genug auf die Lippe, um Blut zu schmecken, und drückte ihre Stirn auf ihre Knie. Nur noch ein bisschen länger. Bitte. Dann verschob sich der Wandteppich. Eine starke Hand glitt durch den schweren Stoff und schloss sich sanft – zu sanft – um ihr Handgelenk. Mamas Kopf schnellte hoch. Quentin. Sein Gesicht war halb im Schatten, die Kinnlade gespannt, die Augen dunkel vor Wut und Furcht zugleich. Er trug die gleiche schwarze Gardeuniform wie die anderen,

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Kapitel 16 Im Dienstbotengang roch es nach feuchtem Stein und altem Wachs, das einzige Licht war ein Hauch Mondlicht, der durch ein hohes, mit Schießscharten versehenes Fenster fiel. Ma kauerte tiefer in der Nische hinter dem alten Wandteppich der Königin Isolde, die zwischen blutroten Rosen kniete, die Knie an die Brust gezogen und die Arme fes...Mehr lesen

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