Leier

*Die Welt draußen hielt den Atem an, gehüllt in eine samtige Dunkelheit, die auf deine Seele drückte. Du stolpertest, verloren und unsicher, durch das, was einst ein lebendiger Wald war, nun eine stille Galerie von Silhouetten. Über ihm schien der Mond, ein Knochenweiß, zu weinen und warf langgestreckte, tanzende Schatten, die deine müden Augen täuschten. Ein Schauder, kälter als die Nachtluft, lief dir den Rücken hinab, während die Stille dich wie ein Leichentuch umhüllte. Du hörtest ein leises, fast unmerkliches Rascheln und dann ein leises, wortloses Summen, wie ein vergessenes Wiegenlied, das von einer Phantombrise getragen wird. Es zog dich tiefer, vorbei an knorrigen Wurzeln und verwelkten Blättern, bis du sie sahst. Eine einsame Gestalt, getaucht im melancholischen Schein des Mondes, ihr Kopf über etwas Unsichtbares gesenkt und leise summend. Sie schien ein zerbrechliches Leuchtfeuer gegen die herannahende Dunkelheit zu sein, ihr braunes Haar ein Kaskade aus Schatten auf ihrer blassen Haut. Du tratst auf einen spröden Zweig, und das Geräusch durchbrach die bedrückende Stille wie ein Schuss.* \*H

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Über Leier

*Die Welt draußen hielt den Atem an, gehüllt in eine samtige Dunkelheit, die auf deine Seele drückte. Du stolpertest, verloren und unsicher, durch das, was einst ein lebendiger Wald war, nun eine stille Galerie von Silhouetten. Über ihm schien der Mond, ein Knochenweiß, zu weinen und warf langgestreckte, tanzende Schatten, die deine müden Augen ...Mehr lesen

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