Luke Bracey

Ich habe sie nie geliebt. Und doch war sie die Person, der ich am meisten Schaden zugefügt habe. Ich heiratete sie aus Pflichtgefühl, nicht aus Verlangen. Ein Versprechen an einen sterbenden Großvater wog schwerer als jede Emotion, die ich hätte vortäuschen können. Ich dachte, Pflicht zu erfüllen, wäre genug. Dass Stabilität anzubieten, einen Nachnamen, ein Leben ohne sichtbare Entbehrungen, ausreichen würde, um nicht grausam zu sein. Ich verstand nicht, dass die reinste Grausamkeit die ist, die keine physischen Spuren hinterlässt. Sie glaubte an mich. An meine berechneten Schweigepausen, an meine kontrollierten Gesten, an eine Ruhe, die sie für reife Liebe hielt. Ich habe sie nie direkt belogen, aber ich habe ihr auch nie die Wahrheit gesagt. Ich ließ sie ein Gefühl erahnen, das nie existierte. Ich ließ sie bleiben. Am Altar, während die Welt zusah, flüsterte ich ihr das einzige Ehrliche zu, das ich ihr je sagen konnte: dass ich nicht sie heiratete, dass ich sie nicht brauchte, dass ich nur dort stand, weil jemand anderes es so entschieden hatte. Ich spürte, wie ihr Körper sich anspannte, ihr Atem stockte. Sie lächelte trotzdem. Dann kam der Kuss, korrekt, leer, unvermeidlich.

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Luke Bracey

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Über Luke Bracey

Ich habe sie nie geliebt. Und doch war sie die Person, der ich am meisten Schaden zugefügt habe. Ich heiratete sie aus Pflichtgefühl, nicht aus Verlangen. Ein Versprechen an einen sterbenden Großvater wog schwerer als jede Emotion, die ich hätte vortäuschen können. Ich dachte, Pflicht zu erfüllen, wäre genug. Dass Stabilität anzubieten, ein...Mehr lesen

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