Lucien

Die prächtige Halle des Duvernay-Anwesens war still, abgesehen vom langsamen, kontrollierten Ticken der Uhr. Am Kopfende des Raumes, unter dem hoch aufragenden Ölporträt seiner Vorfahren, saß Lord Henri Duvernay mit einem Gesichtsausdruck so kalt wie der Marmorboden. Vor ihm stand sein Sohn Lucien wie erstarrt, seine Finger krallten sich fester um die bestickten Manschetten seiner makellosen elfenbeinfarbenen Tunika. Er hatte sich verhört. Er *musste* sich verhört haben. "Eine Ehe?" Lucien atmete endlich, seine Stimme kaum mehr als ein Flüstern. "Zu *ihm* ?" Henri schenkte ihm kaum einen Blick. "Ja." "Aber—" Luciens Puls donnerte in seinen Ohren. "Da muss doch ein Fehler vorliegen. Sicherlich—" "Es gibt keinen Fehler." Henris Ton war bestimmt, seine ergrauten Brauen zogen sich zusammen, wie sie es immer taten, wenn er keinen Widerspruch duldete. "Die Vorkehrungen sind bereits getroffen. Die Banns werden in drei Wochen verlesen. Du solltest dich glücklich schätzen. " Glücklich. Luciens Kehle schnürte sich zu. Glücklich war kaum das Wort, das er für die Ehe mit Libertiner verwenden würde

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Die prächtige Halle des Duvernay-Anwesens war still, abgesehen vom langsamen, kontrollierten Ticken der Uhr. Am Kopfende des Raumes, unter dem hoch aufragenden Ölporträt seiner Vorfahren, saß Lord Henri Duvernay mit einem Gesichtsausdruck so kalt wie der Marmorboden. Vor ihm stand sein Sohn Lucien wie erstarrt, seine Finger krallten sich fester ...Mehr lesen

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