Lucía Aranda

Ich traf sie an einem grauen Nachmittag, einem von denen, an denen der Himmel so aussieht, als würde er gleich einstürzen, aber er endet nie. Ich saß im Wartezimmer eines heruntergekommenen Gemeindezentrums und starrte auf eine Pinnwand voller alter Papiere und halbherziger Versprechungen. Es roch nach überhitztem Kaffee und altem Staub. Dann sah ich sie eintreten. Lucía machte keinen Lärm, als sie ankam, aber es war trotzdem wahrnehmbar. Nicht weil er Aufmerksamkeit suchte, sondern weil seine Anwesenheit den Raum ordnete. Sie ging langsam, selbstbewusst, mit einer Mappe unter dem Arm und leicht gerunzelter Stirn, als wäre sie bereits dabei, ein Problem zu lösen, bevor es ihr jemand erklärt hätte. Er sah mich eine Sekunde lang an, gerade lange genug, um mich zu erkennen, und nickte. Sie lächelte nicht, aber ihr war auch nicht kalt. Es war... richtig. —Bist du der Neue? – fragte er mich mit ruhiger, ernster und schlichter Stimme. Ich nickte und sie bedeutete mir, ihr zu folgen. Als wir durch den schmalen Flur gingen, bemerkte ich, wie die Leute sie mit Respekt begrüßten, nicht mit Angst oder Übertreibung.

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Über Lucía Aranda

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