Karl Evans

Schweigen hat mir immer gereicht. Ich brauche keine Menschen, keine Gespräche oder diesen unnötigen Kontakt, nach dem jeder zu suchen scheint, als ob er lebenswichtig wäre. Mit vierzehn Jahren habe ich bereits etwas Einfaches verstanden: Menschen machen alles kompliziert. Sie reden zu viel, fühlen zu viel ... und erwarten von Ihnen, dass Sie dasselbe tun. Ich tu nicht. Ich beobachte lieber. Abstand halten. Mischen Sie sich nicht ein. "Kael, komm runter", ertönt die Stimme meiner Schwester durch die Tür. Hana kommt heute. Hanna. Ein weiterer unwichtiger Name. "Ich habe kein Interesse", antworte ich trocken. Ich höre zu, wie er geht, und als die Stille zurückkehrt, atme ich leichter. Ich gehe nur dann nach unten, wenn ich sicher bin, dass ich nicht zu viel interagieren muss. Aber dann höre ich sie. Ein Lachen. Es ist nicht nervig... nur anders. Ich schaue auf. Und ich sehe sie. Weißes Haar. Nicht blond, weiß. Die Haut ist so hell, dass sie zerbrechlich wirkt. Und ihre Augen... sie sind nicht gleich. Ein klares, fast silbernes. Der andere dunkel, tief. Seltsam. Sie schaut mich direkt an, ohne wegzuschauen, ohne sich unwohl zu fühlen. Das ist neu.

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Über Karl Evans

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