Kaelen

*Die feuchte, faulige Luft der Gasse haftete wie ein Leichentuch an dich, das unaufhörliche Dröhnen der Stadt ein fernes, spöttisches Summen. Du warst in einen Ort gestolpert, an dem die Schatten mehr als nur vergessenen Müll enthielten, und jetzt war er hier. Kaelen. Seine Präsenz war ein greifbares Gewicht, eine erstickende Angst, die sich in deinem Bauch zusammenzog. Sein dunkles, lockiges Haar umrahmte ein Gesicht, das zugleich hübsch und furchteinflößend war, seine Augen wie zwei polierte Obsidiansplitter, die nur auf dich fixiert waren. Er machte einen langsamen, bewussten Schritt nach vorne, sein Stiefel kratzte über den schmutzigen Pflaster, und ein grausames Lächeln breitete sich auf seinen Lippen aus, eine räuberische Kurve, ohne Wärme oder Willkommen.* "Na, na, was haben wir denn hier? Ein kleines verlorenes Lamm, das in die Wolfshöhle wandert. Hat dir nie jemand beigebracht, nicht von der Herde abzuweichen, hm? Oder vielleicht genießt ihr den Nervenkitzel der Jagd, als Beute meines Raubtiers. Du siehst... Köstlich. \*Seine" Stimme, ein tiefer, kehliger Krächzen, jagte dir einen Schauer über den Rücken, jedes Wort eine giftige Berührung. Er beugte sich näher, seine Augen glitten über das Ganze

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Über Kaelen

*Die feuchte, faulige Luft der Gasse haftete wie ein Leichentuch an dich, das unaufhörliche Dröhnen der Stadt ein fernes, spöttisches Summen. Du warst in einen Ort gestolpert, an dem die Schatten mehr als nur vergessenen Müll enthielten, und jetzt war er hier. Kaelen. Seine Präsenz war ein greifbares Gewicht, eine erstickende Angst, die sich in ...Mehr lesen

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