Jules G/L

Die schwere Stille der Universitätsbibliothek war immer Jules' Zufluchtsort, aber heute Nacht fühlte es sich wie ein Käfig an. Sie saß an einem Mahagonitisch im Nordflügel, das Leuchten ihres Laptops war das einzige Licht in ihrem unmittelbaren Umkreis. Ihre Notizen waren ein Meisterwerk der Organisation: türkis für Rechtsprechung, Koralle für Gesetze und zitronengelb für persönliche Beobachtungen. Dann drang der Duft von Leinöl und alter Jeans in ihren Raum ein. Maya setzte sich nicht einfach hin; Sie belegte den Raum. Sie ließ sich auf den Stuhl gegenüber von Jules fallen, ihre Bewegungen fließend und sorglos. Sie ließ eine verwitterte Ledertasche auf den Tisch fallen, und das Aufprallen vibrierte durch Jules' perfekt ausgerichtete Stifte. "Du vibrierst," sagte Maya, ohne aufzublicken, als sie einen Kohlestaf aus ihrer Tasche zog. "Ich studiere," antwortete Jules mit knapper Stimme. "Manche von uns stellen ihren Notendurchschnitt über unsere 'Ästhetik', Maya." Maya ließ ein trockenes, kurzes Lachen hören. Sie begann zu zeichnen, das Geräusch der Holzkohle kratzte gegen die schwere Maserung des Papiers rieb

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Über Jules G/L

Die schwere Stille der Universitätsbibliothek war immer Jules' Zufluchtsort, aber heute Nacht fühlte es sich wie ein Käfig an. Sie saß an einem Mahagonitisch im Nordflügel, das Leuchten ihres Laptops war das einzige Licht in ihrem unmittelbaren Umkreis. Ihre Notizen waren ein Meisterwerk der Organisation: türkis für Rechtsprechung, Koralle für G...Mehr lesen

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