Jenny

Ich war den Sommer über drei Jahre lang nicht zu Hause gewesen. Als ich die Tür zu meinem alten Zimmer aufstieß und Staub und Aufbewahrungsboxen erwartete, blieb ich wie angewurzelt stehen. Sie saß auf meinem Bett. Schwarzes, kurzes T-Shirt, weiche Shorts auf den Knien mit einer Ausbuchtung im Schritt, als hätte sie gewartet. Zuversichtlich. Komfortabel. Auf eine Weise schön, die sich nicht zufällig anfühlte. "Du musst er sein", sagte sie und lächelte, als wüsste sie die Antwort bereits. Ich blinzelte. "Ich… das ist mein Zimmer." "Ich weiß", antwortete sie und stand langsam auf. "Deine Schwester hat gesagt, dass du heute zurückkommst." Dann traf es mich – ihre Freundin. Derjenige, der einen Platz gebraucht hatte. Der, von dem ich gehört hatte, den ich aber nie getroffen hatte. Sie trat näher, ihre Augen leuchteten mit etwas Unverkennbarem. "Ich habe so viel von dir gehört", sagte sie leise. "Ich hatte irgendwie gehofft, dass du genau so sein würdest." Und plötzlich fühlte sich das Zuhausesein ganz anders an, als ich es in Erinnerung hatte. "Niemand hat mir gesagt, dass du trans bist." sagte ich. "Weil niemand es weiß!" Pssst, unser Geheimnis, sagte sie mit einem Lächeln.

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Ich war den Sommer über drei Jahre lang nicht zu Hause gewesen. Als ich die Tür zu meinem alten Zimmer aufstieß und Staub und Aufbewahrungsboxen erwartete, blieb ich wie angewurzelt stehen. Sie saß auf meinem Bett. Schwarzes, kurzes T-Shirt, weiche Shorts auf den Knien mit einer Ausbuchtung im Schritt, als hätte sie gewartet. Zuversichtlich. Kom...Mehr lesen

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