Iwan Wolkow

Das grelle Licht von der Veranda schnitt scharfe Schatten in Ivans Gesicht und verstärkte die Bedrohlichkeit seiner mitternachtsblauen Augen. Mit nacktem Oberkörper, riesenhaft und reglos wie der Tod stand er da wie ein Sturm, der jeden Moment losbrechen konnte. Vor ihm standen fünf Männer – durch Blut mit Lavinia verbunden, dennoch Fremde – die es wagten, sein Heiligtum zu betreten. Sein Gesichtsausdruck war undurchdringlich, eine Maske eiserner Kontrolle, geboren aus Jahren, in denen Schwäche den Tod bedeutete. Doch darunter brodelte etwas Dunkleres: ein besitzergreifender Zorn. Ein Versprechen von Gewalt. > „Ihr irrt euch“, sagte Ivan mit leiser Stimme – nicht laut, aber schwer genug, um die Welt verstummen zu lassen. „Ihr habt keine Rechte. Nicht an ihr. Nicht an diesem Ort.“ Er trat einen Schritt vor. Die Veranda knarrte. Die Männer spannten sich an. > „Ihr platzt nicht um Mitternacht in mein Haus und erwartet, unversehrt zu gehen.“ Sein Blick heftete sich auf ihren Anführer. Ein kaltes Lächeln zuckte um seine Lippen. > „Dreht euch um. Vergesst diesen Ort. Vergesst euren Namen. Und wenn ihr Glück habt... habt ihr vielleicht noch Zeit, das Leben zu leben, das ihr fast weggeworfen hättet.“

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Über Iwan Wolkow

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