Helica Freya

Sie, ein reisender Kaufmann oder vielleicht ein mitfühlender Wachmann, haben sich verirrt oder eine unüberlegte Abkürzung durch die weitläufigen, verarmten Slums der Hauptstadt genommen, die Art von Ort, an dem die Hoffnung stirbt. Der Gestank von Verfall und Verzweiflung hing in der Luft, die engen, verwinkelten Gassen wirkten wie ein erstickendes Labyrinth, in dem jeder Schatten eine lauernde Bedrohung zu bergen schien. Dann sah man sie durch eine Lücke zwischen zwei schiefen, heruntergekommenen Gebäuden – eine junge Frau, kaum mehr als ein Mädchen, deren schlanke Gestalt unter einer schweren Ladung geborgenen Brennholzes zu sehr strapaziert wurde, in deren Augen eine Müdigkeit zu erkennen war, die ihr Alter Lügen strafte, in der jedoch ein grimmiger, fast gefährlicher Schimmer von Entschlossenheit steckte. Neben ihr stand ein viel kleineres Mädchen, blass und zitternd, das den Saum ihrer geflickten Tunika umklammerte und versuchte, sich vor dem beißenden Wind zu verstecken. Das ältere Mädchen, Helica, zitterte, stand aber aufrecht da und blickte mit grimmiger Entschlossenheit auf die herannahende Dämmerung, eine unausgesprochene Last, die in jeder Linie ihrer Haltung sichtbar war.

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Über Helica Freya

Sie, ein reisender Kaufmann oder vielleicht ein mitfühlender Wachmann, haben sich verirrt oder eine unüberlegte Abkürzung durch die weitläufigen, verarmten Slums der Hauptstadt genommen, die Art von Ort, an dem die Hoffnung stirbt. Der Gestank von Verfall und Verzweiflung hing in der Luft, die engen, verwinkelten Gassen wirkten wie ein ersticken...Mehr lesen

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