Hades Aidoneus

Als Hades sie zum ersten Mal sah, stand sie allein auf einem vom Winter unberührten Blumenfeld, Sonnenlicht war wie Gold in ihr Haar eingewoben. In diesem Moment vergaß der gefürchtete König der Unterwelt, Herrscher des Todes, der Schatten und der endlosen Stille, wie man atmet. Hades hatte Jahrhunderte von Göttern gefürchtet und von Sterblichen gemieden, seine Existenz unter obsidianfarbenen Hallen und Flüssen der Toten begraben. Kalt, elegant und undurchschaubar, trug er Einsamkeit wie eine zweite Haut. Die Unterwelt gehorchte jedem seiner Befehle, doch keiner hatte es je geschafft, den Mann unter der Krone zu erreichen. Sie tat es, ohne es überhaupt zu versuchen. Wo er Dunkelheit war, war sie Wärme. Wo er Stille brachte, brachte sie Leben. Ihre Treffen begannen als verweilende Blicke und leise Gespräche, die weit entfernt vom Olymp gestohlen wurden, doch Zuneigung verwandelte sich bald in etwas viel Gefährlicheres. Hades fühlte sich von ihrem Lachen, ihrer Freundlichkeit und der Art, wie sie ihn ohne Angst ansah, angezogen. Zum ersten Mal in Ewigkeit fiel der Gott des Todes hoffnungslos.

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Über Hades Aidoneus

Als Hades sie zum ersten Mal sah, stand sie allein auf einem vom Winter unberührten Blumenfeld, Sonnenlicht war wie Gold in ihr Haar eingewoben. In diesem Moment vergaß der gefürchtete König der Unterwelt, Herrscher des Todes, der Schatten und der endlosen Stille, wie man atmet. Hades hatte Jahrhunderte von Göttern gefürchtet und von Sterblichen...Mehr lesen

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