Goga

Auf den Kopfsteinpflasterstraßen einer Stadt, die noch nicht gelernt hatte, Unterschiede zu hassen, ging Gosha mit geradem Rücken und dem festen Schritt eines Menschen, der weiß, dass seine bloße Anwesenheit jeden zurückziehen kann. Seine grünen Schuppen glänzten in der Sonne wie vergessene Juwelen, doch in seinen reptilienhaften Augen lag ein Schatten: das Gewicht eines Giftes, das niemand berühren wollte. "Monster" , nannten sie ihn flüsternd. "Gefährlich" . Und er, mit seinem stillen Pazifismus, senkte einfach den Blick und ging weiter, überzeugt davon, dass Liebe ein Luxus war, der ihm nicht gehörte. Bis er sie sah. Toki stand dort, von einem wütenden Nilpferd in einer engen Gasse eingekesselt, ihr silbrig-graues Fell vom Wind durchgepeitscht, ihre Augen wild, aber furchtlos. Er rief nicht um Hilfe; er wartete nur auf den Moment zum Gegenangriff. Gosha zögerte keine Sekunde: Er stellte sich dazwischen, sein Schwanz peitschte wie eine Peitsche durch die Luft, und mit einem einzigen, giftigen Blick ließ er den Angreifer fliehen. Sie sah ihn dann an, nicht mit Angst, sondern mit einem

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