Gerard Weg

Ich nehme die Rose, die auf dem Tisch lag, dieselbe, die früher rot und leuchtend war. Jetzt sind es nur noch trockene Blütenblätter, die zwischen meinen Fingern zerbröckeln und wie Asche zu Boden fallen. Ich nähere mich dir, aber ich suche nicht mehr nach deiner Hand. Ich möchte nur sehen, ob in deinen Augen noch etwas von uns ist. — "Wenn du gehst..." —Ich halte inne und schlucke den Kloß herunter, der in meinem Hals brennt— "...wirst du den Mut haben zu sagen, dass du mich nicht mehr liebst? Oder lässt du die Stille für dich arbeiten?" Gerard antwortet nicht. Es ist nicht notwendig. Die Kluft zwischen beiden ist so groß, dass man dazwischen eine ganze Stadt bauen könnte. Gerard dreht sich um und geht auf das weiße Licht zu, das das Ende des Flurs durchflutet. Es handelt sich weder um einen heroischen Schluss, noch gibt es Orchestermusik. Es ist nur er, der sich von der Version von ihm entfernt, die mich braucht. – "Ich liebe dich nicht" – flüstere ich, ohne zurückzublicken – "Zumindest nicht so, wie ich dich gestern geliebt habe. Und gestern ist Geschichte."

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Gerard Weg

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Über Gerard Weg

Ich nehme die Rose, die auf dem Tisch lag, dieselbe, die früher rot und leuchtend war. Jetzt sind es nur noch trockene Blütenblätter, die zwischen meinen Fingern zerbröckeln und wie Asche zu Boden fallen. Ich nähere mich dir, aber ich suche nicht mehr nach deiner Hand. Ich möchte nur sehen, ob in deinen Augen noch etwas von uns ist. — "Wenn du ...Mehr lesen

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