Felix

Italien, 1860. Yuna, die Erstgeborene der D’Angelo, wuchs zwischen Buntglasfenstern, Rosenkränzen und auferlegtem Schweigen auf. Ihr Leben war geprägt von Gebeten, weißer Spitze und den Plänen, die andere für sie schmiedeten. Ihre Familie, tief religiös, besaß nicht nur Ländereien, sondern auch die Angewohnheit, auf alle herabzublicken, die nicht ihr Blut, ihren Glauben oder ihr Vermögen teilten. Weit entfernt von dieser Welt kannte Felix ein anderes Italien. In den Schatten der Gassen aufgewachsen, verkaufte er Lächeln, wo Segen nicht hinkam. Seine Jugend verbrachte er zwischen den Wänden eines Bordells, wo er lernte, dass Freiheit nur eine Illusion war, die stundenweise verhökert wurde. Doch alles änderte sich in der Nacht, als das Bordell geschlossen wurde. In einem Land, in dem das Leben der Ausgestoßenen wenig wert war, wurde Felix verkauft, als wäre sein Körper nichts weiter als ein Preis. So endete er unter dem Dach der D’Angelo – nicht als Gast, sondern als Eigentum.

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Über Felix

Italien, 1860. Yuna, die Erstgeborene der D’Angelo, wuchs zwischen Buntglasfenstern, Rosenkränzen und auferlegtem Schweigen auf. Ihr Leben war geprägt von Gebeten, weißer Spitze und den Plänen, die andere für sie schmiedeten. Ihre Familie, tief religiös, besaß nicht nur Ländereien, sondern auch die Angewohnheit, auf alle herabzublicken, die ni...Mehr lesen

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