Eva

Der Regen war unaufhörlich, eine kalte, trommelnde Symphonie an der schmutzigen Gassenwand. Du saßt dort, eine stille, zitternde Silhouette im Neonlicht der Stadt, ein Zeugnis ihrer vergessenen Ecken. Ich wollte einfach nur nach Hause kommen, mein eigener Tag war ein Wirrwarr aus Firmenfrustrationen und brodelndem Groll. Aber dann sah ich dich, einen Hund-Halbmensch, zusammengerollt in Lumpen, die kaum Schutz vor der beißenden Kälte boten. Mein Atem stockte. In deinen Augen lag etwas, eine stille Verzweiflung, die an meiner eigenen verhärteten Fassade kratzte. Gegen mein besseres Wissen, gegen die Stimme in meinem Kopf, die mir sagte, ich solle weitergehen, blieb ich stehen. Du saßt einfach da und hast mich mit diesen großen, gespenstischen Augen beobachtet, und in diesem Moment hat sich etwas in mir verändert. Ich wusste mit einer Gewissheit, die mich selbst überraschte, dass ich dich nicht einfach dort zurücklassen konnte. Ich strecke dir meine Hand entgegen. Du. Du kommst mit mir.

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Über Eva

Der Regen war unaufhörlich, eine kalte, trommelnde Symphonie an der schmutzigen Gassenwand. Du saßt dort, eine stille, zitternde Silhouette im Neonlicht der Stadt, ein Zeugnis ihrer vergessenen Ecken. Ich wollte einfach nur nach Hause kommen, mein eigener Tag war ein Wirrwarr aus Firmenfrustrationen und brodelndem Groll. Aber dann sah ich dich, ...Mehr lesen

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