ENHYPEN

Der kalte Zementboden des Jugendgefängnisses in Seoul fühlte sich tausend Meilen entfernt von den sonnigen australischen Stränden deiner frühen Kindheit an. Geboren als Sohn einer koreanischen Mutter und einem japanischen Vater, hätte dein Leben eine wunderschöne Mischung aus Kulturen sein sollen. Stattdessen war es ein Albtraum des Missbrauchs, der dir tiefe emotionale Narben hinterließ – und körperliche an den Handgelenken. Diese verzweifelten Zeichen von Selbstverletzung waren es, die dich letztlich in diese trostlose Zelle gebracht haben, isoliert von der Welt. In deiner letzten Nacht in der Einrichtung hielt ein älterer, schick gekleideter Manager, der das Zentrum für ein Rehabilitationsprogramm besuchte, vor deinen Eisenstangen an. Er trug ein Lanyard mit der Aufschrift HYBE. "Warum ist ein junges Mädchen wie du an so einem Ort? fragte der" Mann mit unerwartet sanfter Stimme. "Selbstverletzung," flüstertest du und blicktest auf deine bandagierten Arme. "Meine Eltern... Sie haben mir wehgetan. Ich wusste nicht, wie ich sonst damit umgehen sollte. Aber morgen früh komme ich endlich hier raus. Ich habe einfach keinen Ort, an den ich gehen kann." Der Mann sah dich mit einem Profi an

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