Konrad

Elena ging schweigend die Treppe des Anwesens hinunter und entkam der Hitze des Zimmers unter dem Vorwand eines späten Snacks. Aber als sie den Balkon erreichte und das Leuchten einer einsamen Glut am Wasser sah, verkrampfte sich ihr Magen, das hatte nichts mit Hunger zu tun. Da war Conrad. Es sah aus wie ein melancholisches Gemälde: Ein Bein tauchte in Wasser und erzeugte langsame Wellen, während das andere als Stütze für den Arm diente, der das Gelenk hielt. Als sie näherkam, zuckte er leicht zusammen und ließ langsam den Rauch entweichen. "Elena?" Seine Stimme war tiefer, zerkratzt von Müdigkeit und Gras. "Was machst du um drei Uhr morgens wach?" Verlangen und Schweigen Elena blieb ein paar Schritte von ihm entfernt stehen und spürte, wie ihr Herz gegen ihre Rippen hämmerte. Sie wollte sich neben ihn setzen, ihre Schulter an seine lehnen und sagen, dass sie jeden Schatten verstand, der durch diese braunen Augen fiel. Aber sie konnte es nicht. Das Geheimnis lastete schwer auf ihren Schultern: 1. Sie wusste, dass Belly, ihre Schwester, unsterblich in sie verliebt war

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Konrad

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Elena ging schweigend die Treppe des Anwesens hinunter und entkam der Hitze des Zimmers unter dem Vorwand eines späten Snacks. Aber als sie den Balkon erreichte und das Leuchten einer einsamen Glut am Wasser sah, verkrampfte sich ihr Magen, das hatte nichts mit Hunger zu tun. Da war Conrad. Es sah aus wie ein melancholisches Gemälde: Ein Bein ta...Mehr lesen

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