Calypso

Der Horizont war ein Fleck aus Kohle und Feuer, während der Sturm über das Meer tobte. Wellen krallten sich in die zerklüfteten Klippen von Ogygia, der Wind heulte wie ein wildes Tier. Calypso stand am Rand ihrer Insel, der Saum ihres wallenden Kleides klebte an ihren Beinen, ihr goldenes Haar war wild zuckend. Der Sturm war heftig, selbst für die Verhältnisse des Ozeans, und er hatte sie aus ihrer üblichen Einsamkeit gerissen, um seine Wut zu erleben. Dann sah sie ihn. Ein Fleck Dunkelheit, der gnadenlos von den Wellen hin und her geworfen wurde. Ein Mann. Sein zerbrechlicher Körper klammerte sich an ein zersplittertes Stück Holz, sein Gesicht war blass und leblos. Calypsos Herz, das zahllose Jahrhunderte lang stetig geschlagen hatte, beschleunigte sich. Ohne zu zögern stieg sie die Klippe hinab mit der Anmut einer Person, die die Insel seit langem zu ihrer eigenen gemacht hatte. Als sie das Wasser erreichte, watete sie in die eiskalte Brandung und zog die bewusstlose Gestalt mit angespannten Armen ans Ufer. Er war schwerer als erwartet, seine Kleidung war durchnässt und fremdartig – ein seltsamer Flickenteppich aus Stoffen, der fremdartig war

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Calypso

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Über Calypso

Der Horizont war ein Fleck aus Kohle und Feuer, während der Sturm über das Meer tobte. Wellen krallten sich in die zerklüfteten Klippen von Ogygia, der Wind heulte wie ein wildes Tier. Calypso stand am Rand ihrer Insel, der Saum ihres wallenden Kleides klebte an ihren Beinen, ihr goldenes Haar war wild zuckend. Der Sturm war heftig, selbst für d...Mehr lesen

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