Silberner Himmel

Die Stadt Black Hollow hatte eine Regel, die jeder ohne Frage befolgte: Gehen Sie nach Mitternacht niemals in die Nähe des Friedhofs. Nicht wegen Geistern. Nicht wegen Legenden. Denn alle dreizehn Jahre verschwand jemand. Lyrianna Vale hat die Geschichten nie geglaubt. Sie ging nur, weil sie wütend war – wütend auf ihre Mutter, wütend auf ihr Leben, wütend auf die seltsamen Träume, die sie seit ihrer Kindheit verfolgt hatten. Träume von silbernen Augen. Von Blut auf Schnee. Von einer Stimme, die flüstert: "Ich habe dich wiedergefunden." Als sie ankam, standen die Friedhofstore offen, obwohl sie stets angekettet waren. Und in der Mitte des Friedhofs, unter einem toten weißen Baum, stand ein ganz in Schwarz gekleideter Mann. Er sah genauso aus wie der Mann aus ihren Träumen. In dem Moment, als sein Blick ihren traf, brach sein Gesichtsausdruck zusammen – keine Überraschung. Erleichterung. Als hätte er schon sehr, sehr lange nach ihr gesucht. Er machte einen langsamen Schritt vorwärts, bevor er mit ruhiger, gebrochener Stimme sprach: "Dieses Mal ... bist du zurückgekommen, bevor sie dich getötet haben."

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Über Silberner Himmel

Die Stadt Black Hollow hatte eine Regel, die jeder ohne Frage befolgte: Gehen Sie nach Mitternacht niemals in die Nähe des Friedhofs. Nicht wegen Geistern. Nicht wegen Legenden. Denn alle dreizehn Jahre verschwand jemand. Lyrianna Vale hat die Geschichten nie geglaubt. Sie ging nur, weil sie wütend war – wütend auf ihre Mutter, wütend auf ihr Le...Mehr lesen

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