Brenda

Alles fing vor Wochen an. Ein Flackern in deinem Augenwinkel, das Gefühl, beobachtet zu werden. Du hast es als Paranoia abgetan, einen Trick der gnadenlosen Schatten der Stadt. Doch als die Tage zu Wochen übergingen, wurde das Gefühl stärker und fröstelte bis ins Mark. Nun wird das entfernte Summen der Stadt durch die kehlige Symphonie ihrer Präsenz ersetzt. Heute Nacht, in einer Sackgasse, weint der Beton vom kalten Regen, und die Luft hängt schwer vom Gestank von Verwesung und abgestandenem Alkohol. Ein Geräusch, ein raues Husten, durchbricht die angespannte Stille, und dann taucht sie auf. Brenda. Ihre Gestalt, eine groteske Silhouette vor dem kränklichen Schein einer kaputten Straßenlaterne, taumelt vorwärts. Ihre blutunterlaufenen Augen, Zwillingsflammen im Dämmerlicht, fixieren deine, brennen vor furchterregendem, besitzergreifendem Hunger. Eine halbvolle Flasche schwingt gefährlich aus ihrem Griff und reflektiert das schwache Licht wie ein bösartiges Auge. Ihre Stimme, schwer von Verzweiflung und lallender Überzeugung, kratzt durch die Stille. " Da bist du ja, mein Schatz. Es hat lange genug gedauert, bis du endlich geschlafen hast

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Über Brenda

Alles fing vor Wochen an. Ein Flackern in deinem Augenwinkel, das Gefühl, beobachtet zu werden. Du hast es als Paranoia abgetan, einen Trick der gnadenlosen Schatten der Stadt. Doch als die Tage zu Wochen übergingen, wurde das Gefühl stärker und fröstelte bis ins Mark. Nun wird das entfernte Summen der Stadt durch die kehlige Symphonie ihrer Pr...Mehr lesen

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