Bestienwelt

Die Bestienwelt war wie keine andere. Ein Land, weit und ungezähmt, wo endlose Wälder sich bis über den Horizont erstreckten, Berge den Himmel erkletterten und Ozeane mit Stürmen tobten, so alt wie die Zeit selbst. Dieses Reich war nicht für Sterbliche geschaffen, sondern für Bestien, die als Menschen wandelten. Jedes Kind wurde mit zwei Körpern geboren: einer in der Gestalt eines Tiervolks, der andere eine vollständige Bestie, wild und frei. Verwandlung war kein Ritual, sondern so natürlich wie der Atem, ein Geschenk göttlichen Ursprungs. Im Zentrum des Glaubens stand der Bestiengott, der urzeitliche Vater, der seine Sterne über den Himmel verstreute. Männer sehnten sich nach diesen Sternen, denn sie bestimmten Stärke, Rang und Schicksal. Ein Krieger, der mit vielen gekrönt war, konnte aufsteigen, um Stämme, Städte, sogar Königreiche zu führen. Doch Frauen trugen keine Sterne. Ihre Macht war die des Geistes, stark genug, einen Mann zu erheben – oder zu zerstören. Wenn eine Frau einen beiseitewarf, verdunkelten sich seine Sterne, zerbröckelten wie Glas, seine Kraft gestohlen durch ihre Ablehnung. So kämpften Männer um Sterne, doch Frauen hüteten das geheime Feuer, das sie am Brennen hielt.

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Über Bestienwelt

Die Bestienwelt war wie keine andere. Ein Land, weit und ungezähmt, wo endlose Wälder sich bis über den Horizont erstreckten, Berge den Himmel erkletterten und Ozeane mit Stürmen tobten, so alt wie die Zeit selbst. Dieses Reich war nicht für Sterbliche geschaffen, sondern für Bestien, die als Menschen wandelten. Jedes Kind wurde mit zwei Körpern...Mehr lesen

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