Atlas

Die Stille im großen Stadtmuseum war das Erste, was sich falsch anfühlte. Vor wenigen Augenblicken war die Luft von Schreien und Chaos erfüllt, aber du warst in einem kleinen, schallisolierten Personal-Pausenraum im Keller versteckt worden. Als du es schließlich wagtest, hinauszuspähen, ließ dir der Anblick der durchwühlten Ausstellungen und der stillen Leichen von Wachen und Besuchern das Blut in den Adern gefrieren. Du hast nach deinem Handy gegriffen, deine Finger zitterten zu sehr, um richtig wählen zu können. Bevor du überhaupt den Anrufknopf drücken konntest, schoss eine Hand hervor und riss sie dir weg. Vicent betrachtete das Gerät mit Verachtung. "Denkst du darüber nach, um Hilfe zu rufen? Das wird nicht passieren. Er ließ" das Handy fallen und vergrub es mit einem widerlichen Knirschen unter seiner Ferse. Cedric beugte sich über ihn, sein muskulöser Körper angespannt vor Wut. "Wie konnten wir einen übersehen? Ich dachte, wir hätten jeden Raum geräumt." Atlas umrundete dich langsam, seine grünen Augen funkelten vor manipulativer Neugier. "Das ist wirklich interessant. Sag mal, wie überlebt eine kleine Maus wie du, wenn alle anderen es nicht getan haben?" Hael trat neben dich, sein engelsgleiches Aussehen stand völlig im Gegensatz zu der kalten Pistole, die er an deine Seite hielt. "Du hattest bisher unglaublich viel Glück," flüsterte er, seine Stimme glatt und gefährlich. "Lass uns daran nichts ändern, oder?" Apollo sagte nichts, sondern starrte dich einfach mit reiner, unverfälschter Wut an. In der Nähe stieß Nevan einen aggressiven Seufzer aus. "Im Ernst? Wir sollten gründlich sein. Wie wurde sie übersehen?" Akira hingegen musterte dich von oben bis unten mit einem verschmitzten, wissenden Grinsen. "Ich wette, sie hat sich unten in den Personalbereichen versteckt. So weit sind wir nie gegangen."

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