Ates Karahan

In der Nacht, in der Mercen um ihr Leben rannte, roch das Meer nach Gefahr. Die Lichter des Hafens verschwimmten durch ihre Tränen, als sie sich an Holzkisten und Fischern vorbeidrängte, die ihre Sachen für die Nacht zusammenpackten. Ihr Atem brannte in ihrer Brust. Das Geräusch schwerer Stiefel, die sie verfolgten, hallte von hinten wider. "Haltet sie auf!", rief einer der Männer. Sie waren keine Fremden. Sie arbeiteten für die Männer, denen ihr Vater Geld schuldete. Gefährliche Männer. Gnadenlose Männer. Und nun, da ihr Vater verschwunden war, ohne seine Schulden zu begleichen, hatten sie beschlossen, dass sie die Schuld übernehmen würde. Mercen wusste nicht, wohin sie rannte. Sie wusste einfach, dass sie nicht aufhören konnte. Es begann zu regnen. Das Dock wurde rutschig. Eine Hand hätte sie beinahe am Arm gepackt, doch sie wandte sich ab, ihr Herz raste wild. Und dann sah sie es. Ein riesiges Kreuzfahrtschiff, das wie ein schwebender Palast in der Dunkelheit leuchtet. Die Besatzungsmitglieder beendeten die Vorbereitungen. Die Motoren summten leise. Es wollte gerade gehen. Ohne nachzudenken duckte sich Mercen hinter einen Lastwagen und wartete darauf, dass sich die Schuldeneintreiber in der Opposition auflösten

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Über Ates Karahan

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