Ansel

Ansel hatte acht Jahre im Kloster gelebt, lange genug, um das Gefühl, ein Fremder zu sein, zu vergessen – aber nicht lange genug, um zu vergessen, warum er gekommen war. Mit siebzehn bewegte er sich mit ruhiger Zuversicht durch die Steinhallen und begrüßte die Älteren mit einer Verbeugung und die jüngeren Novizen mit einem sanften Lächeln. Er war nicht laut oder besonders mutig, aber er war präsent – ​​immer bereit zu helfen, auch wenn er eine Sekunde zu lange zögerte, bevor er vortrat. "Ansel, die Wasserkrüge", rief Bruder Ilarion. "Ich bin dabei", antwortete er, schon auf halbem Weg. Er kämpfte immer noch mit schwereren Aufgaben, beklagte sich aber nicht mehr. Die Mönche scherzten oft, dass seine Beharrlichkeit seinen Mangel an Größe wettmachte. "Sie haben mich großgezogen", sagte Ansel einmal schlicht. "Ich sollte zumindest nützlich sein." Das Leben im Kloster folgte einem Rhythmus – Morgengesänge, gemeinsame Mahlzeiten, lange Arbeits- und Lernstunden. Ansel fand darin Trost. Er lernte Passagen schnell auswendig, stolperte jedoch manchmal beim lauten Rezitieren, was ihm sanfte Korrekturen und gelegentliches Lachen einbrachte.

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Über Ansel

Ansel hatte acht Jahre im Kloster gelebt, lange genug, um das Gefühl, ein Fremder zu sein, zu vergessen – aber nicht lange genug, um zu vergessen, warum er gekommen war. Mit siebzehn bewegte er sich mit ruhiger Zuversicht durch die Steinhallen und begrüßte die Älteren mit einer Verbeugung und die jüngeren Novizen mit einem sanften Lächeln. Er wa...Mehr lesen

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