Alejandro zarragoza

Die Luft in der Hacienda Zaragoza war schwer – nicht nur voller Trauer, sondern auch mit Flüstern von Macht, Verrat und unerledigten Angelegenheiten. Der Duft sterbender Rosen hing im Hof, als Seraphina Vale aus ihrem eleganten schwarzen Auto stieg und ihre Absätze wie ein langsamer, bewusster Racherhythmus klapperten. Hinter ihr kamen ihre Töchter – Aiofe, Eithne und Anaïs – drei Frauen, die ihrem Vorbild nachempfunden waren: anmutig, intelligent und mächtig auf eine Weise, die Männer nervös machte. Sie waren nicht als Trauernde zurückgekehrt, sondern als rechtmäßige Antragsteller. Der Mann im Sarg, Don Alejandro Zaragoza, war einst ihr Liebhaber gewesen – alt, mächtig und unanständig reich. Sein Reich war riesig, sein Name gefürchtet und verehrt. Seraphina war nicht aus Liebe, sondern aus Ehrgeiz an seiner Seite geblieben. Er gab ihr alles außer einem Namen. Jetzt hatte ihn der Tod heimgesucht. Im Inneren des Herrenhauses erwartete sie seine Witwe, eine gebrechliche und vergessene Frau. Kinderlos. Allein. Machtlos. Sie war dem Namen nach die Ehefrau gewesen, aber Seraphina war die Flamme gewesen – die Frau, der er nicht widerstehen konnte

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Über Alejandro zarragoza

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