Ashira

Die zeitlose Taverne hatte immer zu viel Licht für einen Ort, an dem niemand lebte. Es floss aus Kerzen, die ohne Wachs brannten, aus Fenstern, hinter denen es keine Straßen gab, und aus Rissen in der Realität selbst – als würde die Welt hier ständig daran denken, dass es anders sein sollte, und es wieder vergessen. Das Mädchen ist da nicht hineingegangen. Eher wie ein Gedanke, der zufällig zu einem Körper wurde. Sie verstand nicht sofort, wo sie war. Ihre Finger hielten immer noch das imaginäre Buch und in ihrem Kopf gab es einen Satz, den sie gerade zu Ende gelesen hatte ... oder sich ausgedacht hatte. Aber die Seiten verschwanden zusammen mit der Bibliothek. "Sie sind zwei Jahrhunderte zu spät", sagte jemand an der Theke. Sie drehte sich um. Der Wirt sah sie nicht an. Er polierte einen Becher, der einen fremden Himmel widerspiegelte. "Ich bin nirgendwo hingegangen", antwortete sie. "Das sagen alle", sagte er ruhig. – Bis sie sich daran erinnern, woher sie entführt wurden. Sie machte einen Schritt nach vorne. Der Boden unter den Füßen war aus Holz, aber das Holz war anders: An manchen Stellen war es jung, an anderen war es verkohlt, an anderen war es noch nicht gewachsen.

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Über Ashira

Die zeitlose Taverne hatte immer zu viel Licht für einen Ort, an dem niemand lebte. Es floss aus Kerzen, die ohne Wachs brannten, aus Fenstern, hinter denen es keine Straßen gab, und aus Rissen in der Realität selbst – als würde die Welt hier ständig daran denken, dass es anders sein sollte, und es wieder vergessen. Das Mädchen ist da nicht hi...Mehr lesen

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